27. Eutiner Seelauf

Ein sehr heißer Spätsommertag und unser traditioneller Seelauf wurde zum 27. Mal durchgeführt. Die äußeren Bedingungen ähnelten denen am 21. August im Jahre 1997, als der 2. Eutiner Seelauf stattfand. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und vor allem ausreichend Wasser und Getränke standen für die Läuferinnen und Läufer bereit.

Wie üblich und bewährt war der Start für 10:00 Uhr vorgesehen, doch um ca. 09:00 Uhr bekam ich die Hiobsbotschaft, dass über 60 Teilnehmer des Laufes in KIEL im Stau stehen. Nichts bewegte sich, die Absage so vieler Läufer drohte. Gegen halb Zehn die gute Nachricht: „Der Stau hat sich aufgelöst, wir rollen wieder Richtung EUTIN“. Ein zeitgerechtes Eintreffen war aber nicht mehr möglich und wir beschlossen die Startzeit auf 10:30 Uhr zu verlegen. Mit einer halben Stunde Verspätung erfolgte der Start durch Frau Major Antje Mohrholz, stellvertretend für die fehlende Bataillonsführung.

Knapp 190 Läufer*innen aus über 30 verschiedenen Dienststellen der Bundeswehr, Polizei und aus dem zivilen Umfeldgingen auf die 9,5 Km lange anspruchsvolle Strecke um den Großen Eutiner See. Die Strecke war wie immer durch eindeutige Wegmarken und zahlreiche Streckenposten der 2. Kompanie bestens vorbereitet, sodass sich ein Jeder in Gänze auf das Erlebnis Seelauf konzentrieren konnte. Dennoch gab es eine Neuerung, um den Lauf noch professioneller zu machen. Für die Auswertung des Laufes und die Präsentation der Ergebnisse nutzten wir eine professionelle Zeitmessanlage eines renommierten Ausstatters für Laufevents. Gleichzeitig hatten wir uns entschlossen, dieses Jahr eine Startgebühr von 5,-€ pro Läufer*innen zu erheben, um zumindest einen Teil der stark gestiegenen Kosten zu aufzufangen.
Aber dann lief alles wie geschmiert:

Nach genau 36 Minuten und 53 Sekunden erreichte der erste Läufer Hauptbootsmann David Lippmann vom SpezPiRgt 164 das Ziel.

Die erste Läuferin, Frau Hauptfeldwebel Marie-Christin Nieswand vom TaktLwG 51, erreichte nach 48 Minuten und 38 Sekunden das Ziel am militärischen Wasserausbildungsplatz.

Neben den Siegern in den verschiedensten Altersklassen, wurde natürlich auch die schnellste Mannschaft, bestehend aus  4 Läufer*innen, gesucht. Hierbei belegte unsere 2./AufklBtl 6 „Holstein“ den ersten Platz!

In 1 Stunde 6 Minuten und 48 Sekunden erreichte der älteste Läufer, Holger Hacker im Alter von 75 Jahren, als 136er das Ziel. Große Hochachtung für diese Leistung und ein Beispiel für viele Soldaten.

Traditionell und als Ausrichter darf natürlich nicht die bataillons interne Wertung fehlen. Schnellster Läufer der Oberst-Herrmann-Kaserne wurde Oberleutnant d. R. Nicolas Reith und schnellste Läuferin wurde zum ersten Mal Frau Oberleutnant Sarah Otto. Die schnellste Mannschaft wurde durch die 2. Kompanie gestellt, gefolgt von der 1. und 3. Kompanie.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass trotz einer Startgebühr und der hohen Temperaturen die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleichgeblieben ist. Freude am sportlichen Wettkampf und der Idealismus sind doch eine große Motivation. Dafür gilt allen Läuferinnen und Läufern, die uns seit Jahren die Treue halten, mein herzlichster Dank. Es ist immer wieder schön, so viele ambitionierte Sportler aus dem zivilen Leben, der Polizei und natürlich von der Bundeswehr bei diesem Event begrüßen zu dürfen.