Führungswechsel bei der 4. Kompanie
Major Kießlich geht, Hauptmann Wind kommt
Aufklärungsräume sind riesig, Zeitlinien zu kurz und Ruhezeiten gibt es keine, denn der Sensor ist ja kein Mensch. Die Allzweckwaffe Drohne und Radar erbringen dauerhaft Spitzenleistungen, aber nur wenn ein Kompaniechef oder -Chefin diese auch einzusetzen weiß, und dies auch nach „oben“ verkaufen kann. Dies ist nicht weniger als eine Sisyphusarbeit, allerdings eine, für die sich Major Kießlich nie zu schade war. Gelegenheiten, ihre Kompanie zu präsentieren, gab es mehr als genug.
Von der Brigadeübung in der Oberlausitz bis hin zur „Spähwoche der Heeresaufklärungstruppe“ forderte Major Kießlich in Vorbereitung und Durchführung Höchstleistung von ihrer Kompanie. Sie schuf ein kooperatives Arbeitsklima, forderte Meinungen und Vorschläge des unterstellten Bereiches ein und verfolgte diese mit einem Pragmatismus, der gerade die schöngeistigeren Soldaten zusammenzucken ließ. Taktisch versierte Gefechtsstandsoldaten, die den Folienstift schneller schwingen als die Drohne KZO fliegt, waren die Folge. Nach über 53.000 geflogenen Aufklärungskilometern (das soll Boden erst einmal nachmachen) wechselt das Kommando der 4.Kompanie.
H Laurisch