Generalversammlung der Kameradschaft

Personalwechsel und Kontinuität

Am 19. August 2022 fand die jährliche Generalversammlung der Mitglieder der Kameradschaft statt. Sie war angelehnt an den Rückkehrerappell und das Husarenbiwak des Bataillons. Die Erwartung, dass sich durch diese Verknüpfung mehr Kameraden auch zu Jahresversammlung locken
lassen würden, hat sich leider nicht bestätigt. Mit rund 40 Teilnehmern lag die Zahl im üblichen Rahmen der Vorjahre, bei aktuell über 400 eingetragenen Mitgliedern ist hier aber noch deutlich Luft nach oben.

Für die von weit her Angereisten und für diejenigen, die mal wieder in einer Truppenküche essen wollten, war der Versammlung ein gemeinsames Essen mit Truppenverpflegung vorgeschaltet. Alle waren zufrieden: mit einem gut organisierten Ablauf hatte jeder nach kurzer Zeit ein leckeres und reichhaltiges Menü vor sich, dass es der Erinnerung nach früher wohl so nicht gegeben hätte.
Nach der Eröffnung der Versammlung durch den 1. Sprecher und der Begrüßung aller Teilnehmer trug gleich zu Beginn der Kommandeur, Oberstleutnant Dr. Hoffmann, zur Lage des Bataillons vor. Schwerpunkt dabei war natürlich der eFP-Einsatz in Litauen mit einer gemischten Aufklärungskompanie (hier die „Rote Zwote“) in diesem Jahr und den Vorbereitungen für einen weiteren Einsatz (dann die „Vier gewinnt“) im nächsten Jahr. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass der aktuell noch stattfindende Einsatz von Feldnachrichtenkräften auf dem Balkan aber nicht vergessen werden dürfe. Auf großes Interesse traf die Ankündigung einer bevorstehenden Umstrukturierung der 3. Kompanie – mit weniger Feldnachrichtenkräften und mehr bodengebundenen Aufklärungskräften. Hier wurden manche Erinnerungen wach! Ein Ausblick auf die kurz-, mittel- und langfristige infrastrukturelle Lage in der Oberst-Herrmann- Kaserne schloss diesen Tagesordnungspunkt ab.
Die weiteren TOPs einschließlich des Berichts des 1. Sprechers wurden wie geplant „abgearbeitet“, so dass schon nach kurzer Zeit der anstehende Wechsel des langjährigen Schriftführers, Herrn Armin Bruhn, in den Mittelpunkt rückte.
Der 1. Sprecher würdigte die rund 12-Jährige Amtszeit, die von zunehmender Digitalisierung, den Regelungen und Grenzen der Datenschutzgrundverordnung und einem stets kritisch-konstruktiven Engagement auch über das eigentliche Aufgabengebiet hinaus, gekennzeichnet waren.
Zum Dank und zur Erinnerung überreichte er ihm einen Brieföffner in Form eines preußischen Säbels
mit Gravur sowie den Coin der Kameradschaft für herausragende Verdienste.
Als Nachfolger wurde Herr Ralf Rönnau zur Wahl vorgeschlagen, vielen gut bekannt als ehemaliger S1-Offizier des Bataillons.