Truppenübungsplatz Lehnin
Schießen und infanteristische Ausbildung im Mittelpunkt
Kurz nach dem Sommerurlaub verlegte die gesamte 3. Kompanie nach Brandenburg auf den Truppenübungsplatz Lehnin. Dort standen für alle Teileinheiten vom 22. August bis 2. September 2022 Schießen und infanteristische Ausbildung im Mittelpunkt.
Die Spezialgrundausbildung (SGA) führte in den zwei Wochen auf dem Übungsplatz umfassende Schulschießübungen mit dem G36 und Gefechtsschießen als Gruppe in der Verteidigung und Spähtrupp zu Fuß durch. Ein Highlight der Schießausbildung stellte das Nachtschießen dar.
In der ersten Woche nutzten der Leichte Spähzug, der Gefechtsstand und die Feldnachrichtenzüge I und II die verschiedenen Schießbahnen des weitläufigen Übungsplatzes für ihre Ausbildung. In diesem Zusammenhang standen das Schießen mit der Pistole und der Granatpistole sowie das Schießen auf weite Distanz auf dem Dienstplan. Mit den Gewehren G3 DMR, G27, G3 und MG3 schossen die Soldaten auf Distanzen zwischen 200 und 600 Metern und vertieften ihre Kenntnisse zur Schusskorrektur. Parallel dazu beübten sich die Trupps im Ausweichschießen in urbanem wie bewaldetem Raum, was zum Eutiner Truppenübungsplatz nicht nur eine Abwechslung, sondern auch eine deutlich gesteigerte Schwierigkeit darstellte.
Der Samstag zwischen den beiden Schießwochen stand als „Verschnaufpause“ ganz im Zeichen der Kameradschaft.
Das Führerkorps nahm morgens an einer Fortbildung zum Thema Steilfeuer teil und verlegte im Anschluss in das nahegelegene Potsdam, um dort nach einem Besuch im Schloss Sanssouci im Kreis der Kameraden die Stadt kennenzulernen. Die Mannschaftssoldaten besuchten zuvor auch den Wald der Erinnerung, nahe dem EinsFüKdo bei Schwielowsee. Zurück in der Fläming-Kaserne konnte der Tag mit einem gemeinsamen Grillabend ausklingen.
In der zweiten Woche lag der Schwerpunkt der Ausbildung auf der Ortskampfanlage, um unter realistischen Bedingungen das taktische Vorgehen in urbanem Gelände zu üben. Diese Woche stellte eine deutliche Steigerung der Anforderungen an die Soldaten dar, da die Lagen und das Gelände deutlich komplexer waren.
Was kann man nun abschließend festhalten?
Der Truppenübungsplatz Lehnin bietet genügend Schießbahnen und verschiedene Räume, sodass an alle Ausbildungsstände angeknüpft und in jeder Teileinheit Grundlagen vertieft sowie erweitert werden konnten. Außerdem hat dieser Truppenübungsplatzaufenthalt gezeigt, dass es nicht nur möglich, sondern vor allem auch zielführend ist, mit allen Teileinheiten gemeinsam zu üben. Für die folgenden Ausbildungen nimmt die Kompanie mit, dass regelmäßiger gemeinsam und komplexere Lagen geübt werden müssen um einen möglichst homogenen und hohen Ausbildungsstand zu erhalten und zu schaffen.
OLt. W