Goldgelb in Hammelburg

Verleihung eines Bestpreises

Vom 11. bis 21. September 2023 führte die 3. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ einen Truppenübungsplatzaufenthalt im fränkischen Hammelburg durch.

In zwei Wochen galt es für die Feldnachrichtenzüge und unsere leichten Spähkräfte, sich für den Kampf im teilurbanen Gelände, im scharfen Schuss, zu beüben. Der Schwerpunkt des Übungsplatzaufenthaltes lag dabei auf dem Ölberg der Schießbahn 14.

Hier konnten die Soldatinnen und Soldaten der Kompanie in zunehmend komplexeren Lagen die kompanieeigenen Standardverfahren üben und ihr Können unter Beweis stellen. In verschiedenen Lagen galt es, sich von stärker werdendem Feind aus verschiedenen Richtungen zu lösen, Verwundete zu versorgen und schließlich Unterstützungselemente zu koordinieren. Insbesondere die Möglichkeit, einen Wirkungsbereich der Waffen von 180° zu beschießen, war für viele jüngere Kameraden ein besonderes Highlight.

Auch über den Ölberg hinaus wurde den Teilnehmern der Ausbildung verschiedenste Bilder gestellt, die im Kopf bleiben. So bekamen die Soldaten die Gelegenheit, die Ortskampfbahn an den Ausläufern des Übungsdorfes Bonnland zu üben und das Überwinden von Hindernissen im urbanen Umfeld zu trainieren.  Auch Handgranatenwerfen im Reifenhaus mit anschließendem Bestreifen des Raumes war für viele Teilnehmer eine neue Erfahrung.

Der leichte Spähzug wurde in Anlehnung an die Scharfschützenausbildung in der Annäherung bis auf wirksame Kampfentfernung ausgebildet. Dabei mussten sich die leichten Späher der dritten Kompanie über mehrere Kilometer unentdeckt bis auf wenige hundert Meter an ein Ziel annähern. Als ein besonderes Highlight fand am 12. September ein Schießen mit dem Wirkmittel 90 statt. Diese Waffe dient der Bekämpfung weicher und halbharter Ziele, wie etwa leicht gepanzerter Fahrzeuge oder Feldbefestigungen. Die schultergestützte Einpersonenwaffe wurde frisch in die Truppe eingeführt. Mit dem Schießtag am 12. September konnte die Grundlage für die Befähigung neuer Schießausbilder gelegt und viele Soldaten am neuen System ausgebildet werden.

Als Ergänzung zur rein militärischen Ausbildung kam für die holsteiner Soldaten am Samstag, den 16. September auch die kulturelle Auseinandersetzung mit Franken nicht zu kurz. So führte es die Mannschaften der Kompanie nach Würzburg. Neben einer Führung in der Residenz, konnten die Kameraden in Form einer Rallye die Stadt erkunden. Parallel führte das Führerkorps als einen sportorientierten Kohäsionstag durch. Auf einer Wanderung durch die Landschaft westlich von Hammelburg wurde den Offizieren und Unteroffizieren der Kompanie ein fränkisch-bayerisches Kulturpaket geboten. Beginnend beim Edelweiß- Klettersteig konnten sie in den fränkischen Weinbergen schließlich auch lokale kulinarische Spezialitäten (Bocksbeutel und Schäufele) testen.

Am 21. September fand schließlich der für den Chef, den KEO und eine Reihe weiterer Kameraden „goldene“ Übungsplatz sein Ende und es ging auf die weite Heimfahrt von Hammelburg nach Eutin. Ein erfolgreicher Aufenthalt, bei dem Ausbildungsziele erreicht und Schwerpunkte für die weitere Ausbildung identifiziert werden konnten.

OLt Till K.