Grünkohlessen als „kulturelles Erbe“

Das Grünkohlessen der Kameradschaft und des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ ist ja bekanntlich schon Tradition in Eutin – manche sagen sogar eine Kultveranstaltung. Am 8. Februar war diese Veranstaltung daher im Terminplan bei vielen Freunden und Unterstützern rot eingetragen.

Die Veranstaltung war wieder einmal hervorragend vorbereitet unter der Federführung des Kompaniefeldwebels der 1. Kompanie, Oberstabsfeldwebel Knaak, der in diesem Jahr unterstützt wurde von den Stabsfeldwebeln Both und Schwarze. Im Vorfeld hatten schon Oberstabsfeldwebel Benz im Vorzimmer des Kommandeurs und der Kassenwart der Kameradschaft Winfried Riegert gute Vorarbeit geleistet.

Der Saal – eigentlich die nüchterne Truppenküche des Bataillons – erstrahlte in der Grundfarbe goldgelb und bot für diesen Anlass einen sehr festlichen Rahmen. Rund 220 Gäste wurden am Eingang mit Fackeln und „Lagerfeuer“ empfangen und vom Kommandeur, Oberstleutnant Dr. Hoffmann und dem 1. Sprecher der Kameradschaft, Herrn Hertz, begrüßt.

Der Saal war ausgebucht und nahe an seiner Kapazitätsgrenze, doch ein volles Haus ist auch immer ein Zeichen hoher Nachfrage. Von Anfang an herrschte eine herzliche und heitere Atmosphäre, ein freudiges Wiedersehen und es war deutlich zu spüren: alle haben sich auf diesen Abend gefreut.

Der Kommandeur eröffnete das Grünkohlessen. Er begrüßte insbesondere die Ehrengäste aus der Bundes,- Landes und Kommunalpolitik und den Patengemeinden sowie die Vertreter der vorgesetzten PzGrenBrig 41 und der benachbarten Bundeswehrdienststellen. Er wertete deren Anwesenheit als Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit mit dem Bataillon.

Anschließend gab der Kommandeur in aller Kürze einen Ausblick auf die anstehenden Herausforderungen: „Im Schwerpunkt wird die multinationale Übung ALLIED SPIRIT stehen, bei der wir auch mit dänischen Soldaten gemeinsam üben werden und die hier heute unsere Gäste sind“. Zur Überraschung vieler Teilnehmer kündigte er dann noch mit Bedauern an, dass es für ihn das letzte Grünkohlessen als Kommandeur sei.

Im Weiteren begrüßte Herr Hertz als 1. Sprecher der Kameradschaft zunächst die Vertreter der großen Blaulichtfamilie – von der Polizei über das THW und die Feuerwehr bis zum Katastrophenschutz und bedankte sich für den engen Schulterschluss mit der Bundeswehr in Eutin.

Danach wandte er sich an die aktiven Soldaten des Bataillons und die vielen Veteranen der Kameradschaft. Er bedankte sich dafür, dass sie durch ihre Anwesenheit die Idee „Förderung der Kameradschaft zwischen den Generationen“ unterstreichen.

Die Vertreter der Vereine und Betriebe der Stadt und der Region wurden von Herrn Hertz herzlich begrüßt. Als langjährige und zuverlässige Unterstützer der Kameradschaft ermöglichen sie viele Aktivitäten unter dem Begriff “Betreuung und Fürsorge“ für die Soldaten im Einsatz und im Standort.
Mit der Bemerkung „Das Grünkohlessen ist eine Geste des Dankes, eine Gelegenheit zum kameradschaftlichen Wiedersehen und zum Austausch in geselliger Runde.“ beendete Herr Hertz die Begrüßung und leitete zum Hauptteil des Abends über: zum Grünkohlessen.

Und dann wurde aufgetragen: Grünkohl-Kasseler-Kohlwurst-Schweinebacke, mit oder ohne Zucker, dazu ein Getränk. Es wurde ein sehr harmonischer Abend, bei guter Stimmung, ein Abend unter Freunden und mit Förderern des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ und der Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ und seiner Traditionsverbände.

Vielen Dank und im nächsten Jahr sicher wieder:
„Das Grünkohlessen“ in der Oberst-Herrmann-Kaserne.

Das Autorenteam „Grünkohl“