Spendenübergabe an die Hospizinitiative Eutin e.V.

Wir erinnern uns: Nach dem Jahresabschlussappell am 14. Dezember 2023 fand – wie jedes Jahr – der Weihnachtsmarkt des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ gemeinsam mit der Kameradschaft und den Gästen des Appells statt. Schon bei der Begrüßung und Eröffnung wurde damals bekannt gegeben, dass der Gewinn und die Spenden an die Hospizinitiative Eutin e.V. gehen sollten.

Am 07.02.24 war es soweit: die Spieße und StFw Dirk K. als Vertreter des Deutschen Bundeswehrverbandes in unserem Bataillon trafen sich mit den Vorstandsmitgliedern der Hospizinitiative Eutin Brigitte Maas, Christiane Tesnau und der hauptamtlichen Koordinatorin Astrid Heide in den Räumlichkeiten der Hospizinitiative. Der Anlass war ausnahmsweise ein Freudiger:

Wir konnten den Weihnachtsmarkterlös- aufgerundet von der Kameradschaft – auf die stolze Spendensumme in Höhe von 1100 € an die Hospizinitiative übergeben.

Im informativen Teil trugen der Hospiz-Vorstand und die Mitarbeiterinnen zur Arbeit des Vereins vor. Neben drei Hauptangestellten Koordinatorinnen kümmern sich auch 62 Ehrenamtliche um die Sterbebegleitung und Trauerarbeit. Die Initiative hat im Jahr 2023 fast 160 Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Darüber hinaus ist auch das weitere Angebot der Trauerarbeit breit gefasst. So werden auch eine Kochgruppe – die Trauerklöße -, ein Trauerkaffee, das Trauerfrühstück sowie geschlossene Trauergruppen angeboten. Einen besonderen Stellenwert nimmt zusätzlich die Kindertrauergruppe ein.

Danach hat ein lebhafter Gedankenaustausch zwischen den Soldaten und der Initiative stattgefunden: „Der große Unterschied zwischen der Bundeswehr und der Hospizinitiative im Umgang mit Tod und Verwundung ist der, dass der Einsatz des Lebens Teil des „Berufsbildes Soldat“ ist und dass Tod und Verwundung bei uns, im Gegensatz zur Sterbebegleitung, in der Regel plötzlich da ist.“, so Oberstabsfeldwebel Ulf H. Doch auch in der Bundeswehr gibt es seit einigen Jahren Aus- und Weiterbildungen zu diesem Thema und vorbereitende Angebote, insbesondere aufgrund der Erfahrungen aus den Einsätzen.
„Man befasst sich mit dem Thema Tod und Verwundung sehr ernsthaft auch in der Bundeswehr, ansonsten wäre man zu blauäugig“, so Stabsfeldwebel Dirk K.

Die Hospizinitiative ist für ihre Arbeit wesentlich auf Spenden angewiesen, da nur die Sterbebegleitung finanziert wird, nicht jedoch die weitere Trauerarbeit und -begleitung, welche einen großen Anteil der ehrenamtlichen Arbeit einnimmt. Umso größer die Freude über die gespendete Summe: Das Geld wird voraussichtlich neben der Trauerarbeit auch dafür eingesetzt, um den ehrenamtlichen Kräften Fort- und Weiterbildungen zu ermöglichen.


Die Veranstaltung hat allen Anwesenden viele neue Informationen und Einsichten vermittelt und hat sehr zum Nachdenken angeregt. Alle waren sich einig: Die Geldspende ist bei der Hospizinitiative sinnvoll und gut
eingesetzt.

Hauptfeldwebel Anne-Kristin O.