„Aufklärer“ – Auslieferung per Kradmelder
Ein Boxenstopp voller Gastfreundschaft, Kameradschaft und unvergesslicher Eindrücke
Wer mich schon länger und besser kennt, der weiß, dass ich seit dem Erreichen des Pensionsalters jeden Sommer viele Wochen im Sattel meines Motorrades verbringe und schon zahlreiche Ziele in – und außerhalb Europas aufgeklärt und erkundet habe. In diesem Jahr stand der Balkan auf meiner Agenda, was lag da näher, als einem der Premium – Annoncengeber des „Aufklärer“, dem Kameraden Oberstleutnant a.D. Heinrich von Hollen, sein Exemplar persönlich -quasi per Kurier- vorbei zu bringen. Erleichtert wurde mir die Umsetzung dieser Idee dadurch, dass ich für Planung und Organisation dieser Tour federführend war. So legte ich unsere Route, die uns zunächst zu einem großen Bikertreffen an den Balaton führen sollte, kurzerhand über die Slowakei, genauer gesagt über Stupava bei Bratislava. Dort plante ich einen Boxenstopp von zwei Tagen ein – ein Entschluss, der sich als sehr weise herausstellen sollte.
Nachdem uns Herr von Hollen freundlichst einen großzügigen „Aufklärer-Rabatt“ einräumte, war es natürlich eine Selbstverständlichkeit, in seinem neu eröffneten, schon häufiger in diesem Blatt beworbenen „ARKADY – HOF“ zu logieren. Wahrhaftig alles andere als ´ne Bikerunterkunft, aber man gönnt sich ja sonst nix. Er ließ es sich trotz anderer Termine auch nicht nehmen, uns persönlich zu begrüßen und uns schon mal eine tolle Route zu überreichen, die er uns für den morgigen Tag zusammengestellt hatte. Das köstliche Abendessen war genau so, wie man es sich in diesem stilvollen Ambiente nur wünschen konnte – ebenso das Frühstück, bei dem unser Gastgeber erneut zugegen war.
Es schloss sich ein überaus interessanter Vortrag über die weit verzweigte Firma HOLLEN s.r.o. an, auf die Herr von Hollen zu Recht sehr stolz sein kann. Nachdem wir die offizielle Übergabe des mitgeführten „Aufklärer“ zelebriert hatten, wurde uns noch ein Blick in die Abteilung Oldtimer – Renovierung gewährt. Schmuckstücke, so weit das Auge reicht. Am Nachmittag genossen wir dann die am Vortag vorgeschlagene Tour und hatten am Abend noch die Ehre, zum Abendessen Gäste im Privatanwesen von Herrn von Hollen zu sein und dort ein köstliches Szegediner Gulasch zu genießen, gewürzt mit schönen Geschichten aus seiner aktiven Dienstzeit. Damit wir auch ein Bier und ein paar „Verteiler“ genießen können, wurde uns extra ein Chauffeur gestellt, sodass auch unsere Moppeds den Abend frei hatten.
Ein rundum gelungener Boxenstopp, an dem die Akkus wieder aufgeladen wurden und der die Weiterfahrt an den Balaton deutlich leichter machte.
Von meiner Seite und im Namen meiner Weggefährten herzlichen Dank.
OStFw a. D. Uwe Krüger