Politische Bildung

Das Führercorps der 1./ auf politischer Bildungsfahrt in Bonn

Die viertägige politisch-historische Bildungsfahrt zum Thema „Bundeswehrgemeinsames Selbstverständnis“ nach Bonn, war für die Soldatinnen und Soldaten der Kompanie ein Erlebnis, das nicht nur das Fachwissen erweiterte, sondern auch die Kameradschaft stärkte und den Blick für unsere demokratischen Werte schärfte. Im Mittelpunkt standen Seminare, spannende Exkursionen sowie der persönliche Austausch – eine gelungene Mischung aus Theorie und praktischer Erfahrung. Dank der hervorragenden Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung lief die Bildungsreise reibungslos ab. Untergebracht waren wir in einem Hotel im Siebengebirge, in dem auch die Seminarinhalte durch einen externen Referenten durchgeführt werden konnten, bevor es in den praktischen Exkursionsanteil ging. Nachdem die ersten eineinhalb Tage durch die theoretischen Anteile geprägt war, startete der Exkursionsanteil am zweiten Nachmittag. Eigenbeweglich führte uns die erste Besichtigung in die Tiefen des alten Regierungsbunkers der Bonner Republik – 12 Grad Bunkertemperatur sorgten für eine schöne Abkühlung bei über 30 Grad Außentemperatur. Am nächsten Tag folgte am Morgen eine Stadtführung durch das ehemalige Regierungsviertel in Bonn wobei die Gelegenheit genutzt werden konnte, die geschichtlichen Zusammenhänge hautnah zu erleben – nicht zuletzt, weil Bonn als Wiege der deutschen Demokratie einen besonderen Stellenwert genießt. Es folgte eine Führung durch das Haus der Geschichte, inklusive von Anteilen des Magazins, in dem alles Erdenkliche aus der deutschen Geschichte seit 1945 aufbewahrt wird sowie der Besuch des Adenauer -Wohnhauses in Rhöndorf, der einen seltenen privaten Einblick in das Leben des ersten Kanzlers gewährte. All diese Orte vermittelten anschaulich das Ringen um Demokratie und Freiheit in der Bonner Republik. Auch die kulinarische Versorgung in den externen Lokalitäten, wie zum Beispiel im Kloster Marienthal in Ahrweiler, das weiterhin durch die Aufbauarbeiten nach den Überschwemmungen 2021 geprägt war, ließ keine Wünsche offen. Auf dem Rückmarsch Richtung Eutin führten wir noch unseren letzten planmäßigen Halt in der alten NS-Ordensburg Vogelsang im Eifelgebirge durch. Auch hier gab es interessante Einblicke in die Ausbildung von Führungspersonal in der NS-Zeit, bevor wir uns auf den endgültigen Rückmarsch nach Eutin machten. Ganz wesentlich für den Erfolg der Bildungsfahrt war die kameradschaftliche Atmosphäre. Gerade im Zusammenspiel mit unserem Begleiter der Stiftung, Herrn OTL a.D. Schmelzeis konnten wir die Woche in Bonn zu einem positiven Erlebnis machen. Die politischen Bildungsinhalte, verbunden mit praktischen Einblicken, haben nicht nur den Horizont erweitert, sondern ebenso das Bewusstsein über die Entstehung unsere Demokratie gestärkt.

Hptm Maximilian K.