“Abseilen” geht immer …

Die Vierte in der Hitzeschlacht am Stettiner Haff

Nach kurzer Rücksprache mit dem Durchführenden (POC) und unserem Btl Kommandeur über Ort und Zeitpunkt dieses Vorhabens war uns bewusst, es wird keine Station, also nicht zum Wettkampf gehören, sondern viel mehr eine erlebnisreiche, körperliche Herausforderung sein. Die Aufgabe ist es sich zu überwinden, sich seinen Ängsten zu stellen und gut gesichert 12m rückwärts und im 90 Grad Winkel zur „Senkrechten“ hinuntergehen – klingt einfach!

 

Ein Teilnehmer beim Abseilen aus einem Gebäude. Vor allem der initiale Sprung aus dem Fenster kostete manchen Soldaten Überwindung

Ein guter Ausbilder verlangt von seinen Untergebenen, was er auch selbst zu leisten vermag. Deshalb war es klar, dass ich mich zuerst abseilte, um allen Teilnehmer zu erklären, vorauf es ankommt. Das schwierigste ist es immer, sich rückwärts an die Kante zu stellen, die Füße stehen zu lassen und sich rückwärts, senkrecht zur Wand, Berg, Abseilturm, etc. zu begeben. Ist dieser Schritt erst einmal geschafft, inklusive sich auf das „Gurtzeug“ zu verlassen, hat man das Schwierigste hinter sich und es wird tatsächlich leichter! Viele möchten nach dem ersten Mal sofort noch einmal, man kann wirklich Spaß daran finden, ja fast sogar süchtig werden.

Für einige Kameraden war es das erste Mal, einige wiederholten das Abseilen und die Geübten sagten, es ist zu niedrig, wir fangen erst bei 30 m Höhe bzw. Tiefe an!
Herausragend war eine Teilnehmerin. Unser Kommandeur konnte die Bürgervorsteherin unserer Patenstadt aus Bad Schwartau, Frau Zweig, davon überzeugen, an der Übung teilzunehmen, sich abzuseilen. Sie war als Gast zum kameradschaftlichen Teil und Siegerehrung an diesem Tag anwesend. Ihrer Aussage, „Das habe ich noch nie gemacht“, konnte ich entgegen setzen, „Wir machen alles ganz in Ruhe und Sie lassen sich auf die Sicherung, wie im Auto die Sicherheitsgurte und auf meine Anweisungen ein.“. Die Antwort war ein klares: „Okay, klasse, so machen wir es!“, und der Erfolg war da: abgeseilt und das ohne abzurutschen, keine blauen Flecken und gestanden – Lob und Anerkennung an dieser Stelle!
Beste Grüße in unsere Patenstadt Bad Schwartau.

SF Schmidtke