Antreten zum Quartalsappell

Ein kurzer Rückblick und viele Personalmaßnahmen

Am Donnerstag den 25.09., war das Bataillon noch eingebunden beim Großen Zapfenstreich in Plön. Nur einen Tag später war es schon wieder auf dem Bataillonsrasen angetreten, diesmal aber zum Quartalsappell. Mehr als 60 Gäste waren
dazu in die Oberst-Herrmann-Kaserne gekommen, wohl auch deshalb, weil gleich vier Bataillonsangehörige zu
verabschieden waren und dazu von ihren Angehörigen
begleitet wurden.

Zunächst lenkte der Kommandeur, Oberstleutnant Fetzer, die Aufmerksamkeit auf Ereignisse im zu Ende gehenden Quartal: „Es war ein Quartal der Überprüfungen, was Soldaten besser bekannt ist unter dem Kürzel „§ 78 BHO“. Wir haben diese Überprüfungen alle ohne Beanstandungen bestanden“ stellte der Kommandeur befriedigt fest.

Im Juli stand vor dem Sommerurlaub noch die Übung „HOLSTEIN EXTREM“ auf dem Programm, eine Übung, die körperliche Fitness, Durchhaltewillen und Teamfähigkeit erfordert. Auch diese Übung wurde erfolgreich abgeschlossen.
Natürlich durften bei dem Rückblick auch die Soldatinnen und Soldaten nicht unerwähnt bleiben, die seit August im Kosovo und in Litauen, zum Teil bis in das nächste Jahr hinein, an Nato-Missionen teilnehmen. Eine Belastung für die Soldaten aber auch für die Familien und Freunde.

Nach dem Urlaub lag der Fokus dann auf der Durchführung des großen Zapfenstreichs, sei es in der Formation oder in der Organisation. Drei Wochen üben mit unzähligen Durchgängen, am Ende hat alles perfekt geklappt: „Sie haben mich schwer beeindruckt. Davon kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden“ kommentierte der Kommandeur lobend.

In seinem Ausblick auf das IV. Quartal skizzierte OTL Fetzer die Herausforderungen mit kurzen Stichworten: 

  • Übungen auf den TruppenÜbPlätzen Bergen und Jägerbrück
  • Übung HOLSTEIN FEDER im SIRA-Stützpunkt Munster
  • die Blaue Stunde II
  • das Adventskonzert
  • und als Finale der Jahresabschlussappell mit dem Weihnachtsmarkt,

„ …also eine bunte Mischung aus Allem, was der Truppenalltag so bietet…“ wertete OTL Fetzer. Der Appell bot auch den richtigen Rahmen für wichtige, motivierende, zum Teil lebensentscheidende Personalmaßnahmen.

  • zwei förmliche Anerkennungen
  • zwei Ehrennadeln für zwei StFw die sich über Jahrzehnte für den Verband verdient gemacht haben und nun in andere Dienststellen versetzt wurden
  • zwei Beförderungen vom Oberfeldwebel zum Hauptfeldwebel
  • drei Ehrenkreuze – 1x Gold, 1x Silber,1x Bronze
  • eine Ernennung zum Berufssoldaten

Der Höhepunkt des Appells war dann aber ohne Zweifel die Übergabe der 4. Kompanie und der Wechsel auf dem Dienstposten des Kompaniefeldwebels der 1. Kompanie.

“Spieß 1.-, Oberstabsfeldwebel Knaak vortreten! Heute gibt es keine Laudatio zum Abschied – heute machen wir das anders“ kommandierte der Kommandeur, und es kam anders:
Mit einem eigens für OStFw Knaak komponierten Lied wurde
„Die Legende aus Stahl = unverwüstlich,
ein Fels in der Brandung = unverrückbar,
die Mutter der Kompanie = immer mit dem Finger am Puls der Kompanie“ geehrt.
Bei OSF Knaak war eine Träne im Augenwinkel, und dann wurde die gelbe Spießkordel an den Nachfolger, OStFw Tobias Dähn übergeben. Stehend im WOLF fuhr der scheidende Spieß zum letzten Mal die Front ab. Horrido, und nun wird mit OStFw Dähn ein neues Kapitel beginnen.

Auch bei der 4./- stand ein Wechsel an. Die Chefzeit von Major Tilo Wind ging zu Ende.

Der Kommandeur würdigte die Leistungen von Major Tilo Wind in einer Zeit unvorhersehbarer Entwicklungen und Aufgaben. Insbesondere stellte er die Verantwortung von Maj Wind für die Ausbildung ukrainischer Soldaten heraus und konnte ihn für diese besondere Leistung mit der Einsatzmedaille für die EU-Ausbildungsmission EUMAM auszeichnen. Als Leiter der Chef-Wenzelrunde sei Maj Wind darüber hinaus einer der wichtigsten Ansprechpartner für ihn gewesen.
„Die Vierte hatte den richtigen Chef in unwägbaren Zeiten“, stellte er zusammenfassend fest. Dann Übergab der Kommandeur symbolisch mit dem Kompaniewimpel die Verantwortung für die 4. Kompanie von Major Wind an Hauptmann Adrian. Dieser ist kein Unbekannter im Bataillon, war er doch bereits früher in verschiedenen Verwendungen im Bataillon eingesetzt. Daher
begrüßte OTL Fetzer den neuen Chef herzlich:

“ Ein Kind des Bataillons ist wieder Zuhause“.

Plötzlich MG-Feuer, ein Surren war in der Luft zu hören, zwei TPz FUCHS stießen nach kurzem Beobachtungshalt zügig unter Überwachung von zwei Drohnen am Appellplatz vorbei. Ein getarnter WOLF folgte, um den alten Chef aufzunehmen und vom Appellplatz zu geleiten – für ein letztes Horrido aus Front des Bataillons. Mit dem Holsteinlied und der Nationalhymne endete dieser Appell. Er klang mit einem Empfang im Kasino mit den Soldaten und vielen privaten und offiziellen Gästen in würdigem Rahmen aus.

OLt Sarah O.