Aufklärer unter sich

AusbWo HAufklTr beim AufklBtl 8

Für die diesjährige Ausbildungswoche hatten die Teilnehmer vom Aufklärungsbataillon 6 mit 950 km eindeutig die weiteste Anreise. Daher reisten unsere Teilnehmer, bestehend aus einer leichten Spähgruppe, einem FENNEK-Spähtrupp, den Abordnungen von den Feldnachrichtenkräften und dem LUNA-Zug bereits am Sonntag, den 30.03.2025 – jedoch ohne Großgerät an.
Vom 31.03. bis 04.04.2025 stand die LV/BV im Fokus der AusbWoche. Den Schwerpunkt bildete eine freilaufende 36h-Übung vom 01. bis zum 03.04.2025. Der Übungsraum umfasste rund 150 x 160 km und ging bis an die Landesgrenzen von Tschechien und Österreich.
Der Spähtrupp wurde mit 2 Spähwagen FENNEK ausgestattet, die leichten Späher mit Schlauchbooten verbracht und die Feldnachrichtenkräfte starteten mit KleinKFZ in die Übung. Eine Besonderheit der Übung war, dass die Kräfte ROT nicht zentral von der Leitung gesteuert wurden, sondern auf ihre eigenen Aufklärungsergebnisse reagieren mussten. Fehler wurden so unmittelbar bestraft. So wurden gegnerische Spähtrupps auf ihrem Spähtruppweg oder in ihrem Spähtruppversteck aufgeklärt oder auch durch den Einsatz der Kleinstdrohnen ohne Verschleierung des Start- und Landeraumes erkannt. Flexible Einheiten der Kräfte ROT traten auf diese vermuteten Verstecke an, zwangen die Spähtrupps zum Ausweichen oder nahmen Kriegsgefangene.
Leider waren auch Realausfälle an Großgerät zu verzeichnen. Durch die Höhenzüge und zum Teil sehr engen und weichen Wege wurde das Fahren und selbst der Spähtrupp zu Fuß zu einer echten Herausforderung. Unsere eingeübten taktischen Grundsätze aus dem Flachland mussten an das hügelige und stark bewaldete Gelände angepasst werden. Brückenerkundungen hatten unter anderem einen viel kürzeren abgesessenen Anteil, weil das Gelände mehr Deckung bot.

Auch waren „eingestrichene“ Wege meist nicht so gut ausgebaut, dass man diese bedenkenlos mit Großgerät befahren konnte. Also wieder viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse.
Alles in allem waren die eigenen Spähtrupps erfolgreich. Sie erreichten das Versteck unaufgeklärt, lieferten verlässlich Aufklärungsergebnisse und zeigten den Freyungern sogar, dass auch ein aufgesessener Spähtrupp mithilfe eines Beobachtungsstandes auf ein schwieriges Aufklärungsziel zuverlässig beobachten kann. Obwohl die Übung nur 36h andauerte, so forderte Sie jeden Einzelnen. Die Intensität und die Bedrohung, die von dem Szenario LV/BV ausging, ließ keinen unberührt.
Ein Vergleichsschießen beendete schließlich diese fordernde und lehrreiche Übung. Ausbildungsziel erreicht!

OLt Sarah O.