BLAUE STUNDE zu sicherheitspolitischem Thema

Die europäische Ausbildungsmission EUMAM UA als Teil des
Unterstützungspakets für die Ukraine

Die erste Blaue Stunde als sicherheitspolitische Informations-veranstaltung stieß auch im Jahr 2025 auf reges Interesse. Dies wurde von den mehr als 100 Gästen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft verdeutlicht, welche sich am 29. März im Kasino des Aufklärungsbataillon 6 wiederfanden. Neben aktiven und ehemaligen Soldaten waren auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Polizei sowie aus den Parteigemeinden anwesend.
Das hervorgehobene Interesse an der Veranstaltung ist vor allem auf den fortlaufenden Krieg Russlands gegen die Ukraine und die zentrale Rolle Deutschlands als bedeutender Unterstützer der ukrainischen Streitkräfte zurückzuführen. Daran anknüpfend stand im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung die europäische Ausbildungsmission EUMAM (EuropeanUnion MilitaryAssistanceMission), die als Teil des umfassenden Unterstützungspakets für die Ukraine ins Leben gerufen wurde.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Thematik durch den Kommandeur des Aufklärungsbataillon 6, Oberstleutnant Fetzer, wurde die Bühne für den Ehrengast und Vortragenden, Generalleutnant Marlow, Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres und Kommandeur Militärische Grundorganisation, freigegeben.

Der Vortrag ermöglichte Einblicke in die Organisations- und Verwaltungsebene der Unterstützungsleistung Europas, in Anbetracht der Ausbildung von ukrainischen Soldaten. Dabei erfolgte, neben der Darstellung der Gesamtanzahl an ausgebildeten Soldaten für den Zeitraum von 2022 bis 2025, auch die Zuteilung in den folgenden Ausbildungskategorien: „LoE (Line of Effort) 1: Individual/Basic Training, LoE 2: Individual Specialized Training, LoE 3: Collective Training und LoE 4:
Leadership Training and Education“. Daraus folgend wurde dargestellt, dass Deutschland als Akteur den Schwerpunkt auf die hoch qualifizierten Ausbildungen der ukrainischen Soldaten setzt und damit die Kategorien LoE 2 bis LoE4 vermehrt abdeckt. Unverkennbar ist ebenfalls Deutschlands tragende Rolle bei der Unterstützung der Ukraine.

Im Anschluss an den informativen Vortrag fand eine Frage-Antwort-Runde statt, welche im Schwerpunkt die sicherheitspolitische Frage der Tüchtigkeit der Bundeswehr in Anbetracht einer Bedrohung durch Russland thematisierte.
Zum Ende der Gesprächsrunde wurde dem Vortragenden eine kleine Aufmerksamkeit seitens des Aufklärungsbataillon 6 überreicht. Abschließend bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, bei erfrischenden Getränken und kleinen Speisen in geselliger Runde vielfältige Gespräche vor dem Hintergrund des thematischen Schwerpunkts aufzugreifen. So wurde der Abend durch persönlichen Austausch und angeregte Diskussionen in angenehmer Umgebung abgerundet.
Zusammenfassend kann die Blaue Stunde als Dialogforum zwischen der Bundeswehr und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen verstanden werden. Ziel ist es, den Schulterschluss zwischen Militär und Zivilgesellschaft zu stärken, besonders angesichts wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen. In Zeiten globaler Krisen unterstreicht das Format die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen und betont: Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

OLt Stefan-Alexandru M.