Die Dritte und ihre Einsätze
Einsatz im Kosovo - öffentlich kaum wahrgenommen, aber immer noch unverzichtbar
Auch dieses Jahr hatte die 3. Kompanie den Auftrag, Feldnachrichtenkräfte in den Kosovo-Einsatz zu schicken. Neun Soldatinnen und Soldaten verlegten im Mai für mehrere Monate in den Kosovo, für einen Soldaten ging es als Einzelabstellung nach Bosnien-Herzegowina.


Offiziell verabschiedet wurden die Kameradinnen und Kameraden am 20.04.23 der Tradition entsprechend in einem würdevollen Rahmen durch ein Fackelspalier der freiwilligen Feuerwehr Lensahn, unserer Patengemeinde, sowie einem Abschiedsgottesdienst in der St. Katharinen-Kirche. Dieser wurde durch Pastor Jörg Reimann mit den Worten „Lieber Gott, beschütze unser Leben und unsere Lieben. Schenke uns Kraft und Stärke in der Gemeinschaft“ eingeleitet.
Im Mittelpunkt dieser Feierstunde standen die zehn Kameradinnen und Kameraden. „Auch wenn es für viele nicht der erste Einsatz ist und der eine oder andere schon deutlich über 1.000 Tage in fremden Ländern unter NATO-Mandat gedient hat, ist es doch immer wieder (an-)spannend. Eine neue Truppe, andere Gesichter vor Ort, neue Akteure und die Freude auf einen klaren Auftrag mit erkennbaren rechten und linken Grenzen. Die Herausforderung ist immer wieder die Gleiche: „Es ist für diejenigen, die gehen einfacher als für diejenigen, die bleiben“ berichtete der stellvertretende Kompaniechef der Dritten von seinen eigenen Erfahrungen. „Krieg und Gewalt in Europa gehören leider nicht der Vergangenheit an. Den Soldatinnen und Soldaten gebührt unser größter Respekt“ erklärte auch der Bürgermeister von Lensahn, Herr Michael Robien, und er zollte den Soldatinnen und Soldaten aus voller Überzeugung seinen Respekt und seine Anerkennung.
Unterstrichen wurde dies durch den anschließenden Austausch der Kompanieflagge und dem Ortsschild der Gemeinde zur gegenseitigen Erinnerung. Der Bürgermeister betonte, dass die Kompanieflagge solange über dem Rathaus der Gemeinde wehen wird, wie die Soldaten der Patenkompanie ihren Dienst im Einsatz verrichten. Abgerundet wurde der Gottesdienst durch das Blasorchester der Gemeinde Lensahn mit dem kraftvollen Marsch „Preußens Gloria“.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gemeinde in den Kirchensaal ein. Im Zeichen der Verbundenheit kamen dort alle Beteiligten in einer zwanglosen und lockeren Atmosphäre zum Gedankenaustausch bei Suppe und kleinen Getränken zusammen.
Hptm Gideon Phillip M.