Divisionsrahmenübung White Horse Arena
Simulatorgestützte Beübung von Divisions- und Brigadegefechtsständen im GefSimZH in Wildflecken
Im Mai 2025 hat die 1. Panzerdivision eine simulationsgestützte Rahmenübung in Wildflecken durchgeführt. Die dreiwöchige Übung begann mit ihren Vorbereitungen bereits im Januar mit der Befehlsausgabe in Oldenburg im Gefechtsstand der Division. Die Besonderheit für das AufklBtl 6 bestand in der Doppelrolle, sowohl wie gewohnt der aufklärende Verband für die Panzergrenadierbrigade 41 als auch erstmals die Augen und Ohren für die 1. Panzerdivision zu sein.
Die Vorbereitung und Abstimmung mit der Brigade sowie die Koordination mit den anderen Bataillonen der Brigade verlief wie immer routiniert und zielführend. Die Übung selbst begann am 05. Mai 2025 mit der Anreise und Einschleusung durch die Stabsfernmeldekompanie. Untergebracht waren die Teilnehmer in Großraumzelten mit Doppelstockbetten. Die Verpflegung wurde ebenfalls in mit Bierbänken ausgestatteten Großraumzelten ausgegeben.
Die Übung selbst spielte im Baltikum und drehte sich um einen Aggressor, der die Landesgrenze im Zuge eines als Großmanövers getarnten Operation überschritten hat.
Beübt wurden im Rahmen der Übung die 43. (NLD) Mechanisierte Brigade, die Panzerlehrbrigade 9, die Panzerbrigade 21 als Brigade Mittlere Kräfte, die Panzergrenadierbrigade 41 sowie die Divisionstruppen (ArtLBtl 325, FmBtl 610 und AufklBtl 1 (als DivAufklBtl – gestellt durch das AufklBtl 6) und den Divisionsgefechtsstand der 1. Panzerdivision.
Ziel dieser Großübung war die Interoperabilität zwischen den Brigaden zu beüben, die Führungsfähigkeit des Divisionsgefechtsstandes zu überprüfen und die Integration der niederländischen 43. Mechanisierten Brigade voranzutreiben.
Die erste Woche in Wildflecken wurde zur Vorbereitung und Koordination sowie zum Aufbau der Gefechtsstände und zum Herstellen der computergestützten Arbeitsbereitschaft und für Befehlsausgaben genutzt.
Mit Übungsbeginn am 10.05.2025 wurde die Truppe vor Ort in eine ausgedehnte Tagschicht von 08:00 Uhr morgens bis 20:00 Uhr am Abend versetzt.
Somit mussten die Gefechtsstände bereits um 07:00 Uhr mit der Funküberprüfung beginnen und bis mindestens 21:00 Uhr am Abend zur Vorbereitung des Folgetages und für Befehlsausgaben durch die Brigaden und die Planungsprozesse der Bataillone weiter arbeiten. Mit wechselnder Intensität vergingen die folgenden Übungstage wie im Fluge. Für den Gefechtsstand des Divisionsaufklärungsbataillons gingen die ersten Übungstage aufgrund der unterschiedlichen Aufträge wesentlich schneller vorbei, da sie direkt mit Übungsbeginn in die Tiefe des feindlichen Raumes aufklären und feindliche Kräftegruppierungen feststellen sollten, insbesondere Folgekräfte, feindliche Gefechtsstände und Einsatzräume sowie Artilleriestellungsräume. In der Folge waren dann aber die Tage ruhiger, was der Natur des Auftrages geschuldet war.
Die Augen und Ohren der Panzergrenadierbrigade 41, sprich: die Kräfte des AufklBtl 6 – waren dann im Schwerpunkt eingesetzt, um die feindlichen Spitzen im rückwärtigen Operationsraum der Division aufzuklären, insbesondere die Haupt- und Folgekräfte sowie die feindliche Kampfunterstützung.
Trotz hoher Intensität im Verlauf der Übung kam der kameradschaftliche Anteil nicht zu kurz. Alle Soldaten des AufklBtl 6, die an der Übung teilgenommen haben, marschierten die 13 km zum Kloster Kreuzberg. Hier angekommen wurden reichlich Schweinshaxen und Schweinebraten verspeist und auch ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen, um den vorherigen Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.
Die Übung endete mit einer ausführlichen Abschlussbesprechung am Freitag, den 23.05.2025.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Zusammenarbeit des Bataillons mit der Brigade 41 funktioniert und erprobt ist. Das Wissen über das Potential und die Verfahren der Aufklärung sind über die Jahre der Zugehörigkeit zur Brigade 41 gereift und bedürfen nur an kleinen Stellschrauben eine Nachjustierung für anstehende Übungen.
OberstLt Michael H.