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Sammlung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Volkstrauertag zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
Der Monat November ist allgemein der Monat des Gedenkens an unsere Verstorbenen, besonders aber der Millionen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in der Vergangenheit und Gegenwart. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – bereits 1919 als Folge des 1. Weltkrieges zur Errichtung und Pflege der riesigen Soldatenfriedhöfe gegründet – führte dazu auch 2024 wieder die alljährliche große Sammelaktion durch, denn die Aufgaben des Volksbundes sind auch heutzutage nach wie vor gewaltig, und sie kosten Geld: zur Betreuung der zahlreichen Kriegsgräberstätten für Opfer der Weltkriege in ganz Europa, und – kaum vorstellbar – auch heute noch Bergung und Beisetzung von jährlich mehr als 10 000 Kriegstoten von den Schlachtfeldern der Kriege. Das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ unterstützte tatkräftig mit vielen freiwilligen Helfern sowohl die Straßensammlung als auch die „Promi-Sammlung“ auf dem Eutiner Marktplatz durch. Dieser ehrenhaften Aufgabe stellten sich Major Jagodzinski gemeinsam mit der Kreispräsidentin, Frau Kirner und dem 2. stellvertretenden Bürgermeister, Herrn Lettow. Neben einem guten Sammelergebnis bot die Aktion auch Gelegenheit zu vielen Gesprächen mit besorgten Bürgern. Der Volkstrauertag ist ein Tag des Gedenkens und der Mahnung.
Jährlich am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent gedenkt die Bevölkerung in Deutschland der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Seit der Volkstrauertag im Jahr 1922 – damals noch unter dem Begriff „Heldengedenktag“- zum ersten Mal stattfand, hat sich dieser Tag zu einem bedeutenden internationalen Tag des Gedenkens entwickelt, der nicht nur an die Gefallenen der alten und neuen Kriege erinnert, sondern auch an die unzähligen zivilen Opfer von Flucht und Vertreibung, von Gewaltherrschaft, Unterdrückung und Terror. Heute steht der Volkstrauertag für eine umfassende Erinnerungskultur. Insbesondere in den letzten Jahren hat er zunehmend an Bedeutung gewonnen, da der Tag nicht nur ein Moment des Gedenkens ist, sondern auch eine Mahnung an die Menschheit, sich für Frieden und Toleranz einzusetzen. In der heutigen Zeit, in der Konflikte und Kriege in vielen Teilen der Welt weiterhin Realität sind, ist der Volkstrauertag ein wichtiged Datum, um über die Werte von Frieden, Freiheit und Menschenwürde nachzudenken. Er fordert uns aktiv auf, Lehren aus der Geschichte zu ziehen und uns mit ihr auseinanderzusetzen. In vielen Städten finden am Volkstrauertag Gedenkveranstaltungen statt, bei denen Kränze niedergelegt und Reden gehalten werden. Ein Tag voller tiefer Emotionen und Reflexionen. Auch das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ hält an dieser Tradition fest und nahm wie immer in den Patengemeinden Eutin, Bad Schwartau, Süsel, Schönwalde, Lensahn und Ratekau an den Gedenkfeiern teil. An der internen Gedenkstunde des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ in der Oberst-Herrmann-Kaserne nahmen als besondere Gäste auch die Bürgervorsteherin der Stadt Eutin, Frau Elgin Lohse und für den Kreis Ost-Holstein die Kreispräsidentin, Frau Petra Kirner teil. In dieser militärischen Gedenkstunde gedachte man neben den Opfern der Weltkriege auch der 46 toten Kameraden, die im Dienst des Bataillons ihr Leben gelassen haben. Der Kommandeur, Oberstleutnant Andreas Fetzer, wies in seiner Rede auf die aktuellen großen und bedrohlichen Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten hin und mahnte einerseits zum Frieden und zur Achtung der Menschenwürde, andererseits aber auch an die Notwendigkeit von Schutz- und Verteidigungsfähigkeit – einschließlich militärischer Mittel. Oberstleutnant Fetzer legte den ersten Kranz an den Gedenksteinen nieder, gefolgt von der Kameradschaft AufklBtl 6 „Holstein“, der Kameradschaft der ehemaligen HSchBrig 51 und der Marinekameradschaft. Mit dem Lied vom Guten Kameraden und der Nationalhymne endete dies stille Gedenkstunde. Anschließend nahmen Vertreter des Bataillons auch an der Gedenkveranstaltung der Stadt Eutin teil. Nach einer Ansprache durch den Landrat und Kreisvorsitzenden des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Herrn Timo Gaartz, fanden auch hier Kranzniederlegungen statt. Zum Abschluss dieses Gedenkens zollte die Kreispräsidentin, Frau Petra Kirner Ihren Respekt und fand dazu berührende Worte.