GÜZ: Spähaufklärung auf „roter“ Seite

Eutiner Aufklärer im Gefechtsübungszentrum des Heeres in Vorbereitung auf die NATO-Vornepräsenz in Litauen

Erstmals haben Eutiner Aufklärer mit Volltruppe an der abschließenden Vorbereitung der Kräfte für die erweiterte Vornepräsenz (eFP) der NATO in Litauen (Enhanced Forward Presence) am Gefechtsübungszentrum des Heeres (GÜZ) vom 30. August bis zum 10. September 2021 teilgenommen. Im Rahmen dieser „einsatzgleichen Verpflichtung“ wird das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ für die 11. Rotation im ersten Halbjahr 2022 eine gemischte Aufklärungskompanie stellen. Kern einer halbjährlichen eFP-Rotation ist ein multi-nationaler Gefechtsverband, dessen Leitverband in der 11. Rotation wiederum durch das Panzergrenadierbataillon 411 aus Viereck gestellt wird. Die Aufklärer fungieren hierbei als Verstärkungskräfte, die eigens für die Abschlussübung „Iron Wolf“ nach Litauen verlegt werden.

„Auf „blauer Seite“: Der eFP-Gefechtsverband 11. Rotation

Während es den gesamten Tag über stürmte und regnete, traf die im großen Dienstanzug mit Mantel angetretenen Soldaten ein Hauch Soldatenglück. Während des Appells öffnete sich die Wolkendecke und eine überraschend starke Herbstsonne beschien den Markplatz.
Der scheidende Kommandeur betonte dann in seiner Rede „die schönsten und interessantesten Jahre [seiner] Dienstzeit“. Er bleibt dem Bataillon als „überzeugter Sechser“ für immer verbunden. Für Aust geht es in der Anschlussverwendung nach Berlin. Er wird in den nächsten Jahren als Adjutant des stellvertretenden Generalinspekteurs seinen Dienst verrichten.
Bevor der Brigadekommandeur Oberst Christian Nawrat das Kommando symbolisch mit der Truppenfahne übergab, resümierte er die vergangenen Jahre der Brigade sowie des Bataillons. Corona und Fluthilfe waren eine zusätzliche Belastung, trotzdem habe man in Ausbildung und Übung deutliche Fortschritte gemacht. „Sie übernehmen ein leistungsfähiges Bataillon mit vollen Auftragsbüchern“, gab er dem neuen Kommandeur mit auf dem Weg.
Nachdem zu den Klängen des Marinemusikkorps Kiel der Ehrenzug mit der Truppenfahne ausmarschiert war und der ehemalige Kommandeur stilecht im Spähpanzer Fennek den Platz verlassen hatte, ging es für die geladenen Gäste im Eutiner Schloss mit einem Empfang weiter. Hier wurden die eintreffenden Gäste zunächst von zwei Reitern in den traditionellen Husarenuniformen begrüßt, auf deren Tradition sich die Aufklärer berufen.
Im großen Rittersaal des Schlosses wurde Oberstleutnant Aust dann mit einigen kurzen Reden von Gästen aus der Politik, dem Militär und der Kameradschaft gedankt und verabschiedet. Gleichzeitig wurde Oberstleutnant Dr. Hoffmann mit seiner Familie im Standort Eutin willkommen geheißen.

Zusätzlich ernannte ihn der Kommandeur des Landeskommandos S-H, Herr Oberst Schneider, mit Übergabe der Bestallungsurkunde zum Standortältesten. Danach war es dann wie bei einem großen Familientreffen und mit Freunden. So ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.

OL Linke