HOLSTEIN HUSAR I
Das Aufklärungsbataillon 6 in Jägerbrück!
Gefechtsausbildung und Schießausbildung im Verbund für das Bestehen im Gefecht
Vom 12. – 24. Mai 2025 übte das Aufklärungsbataillon 6 in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Truppenübungsplatz JÄGERBRÜCK, nahe der polnischen Grenze. Ganz nach dem Credo: „Schießen lernt man nur durch Schießen“ wurde der Fokus, neben der Gefechtsausbildung und dem Flugdienst mit den Aufklärungsdrohnen auf die Schießfertigkeiten unserer Aufklärer gelegt. Der zweiwöchige Übungsplatz begann dabei mit einer klassischen Verlegung der Kompanien im Landmarsch. Hierbei wurde wieder einmal deutlich, dass das eingesetzte Material und die Gefechtsfahrzeuge durchaus in der Lage sind, auch weite Strecken mühelos zu überwinden ohne Ausfälle zu generieren.
Die erste Ausbildungs- und Schießwoche war gekennzeichnet von unterschiedlichsten Schießvorhaben wie das Handgranatenwerfen des Stabszuges, das Gruppengefechtsschießen unserer 1./-, denn eine Versorgungskompanie muss neben ihrem Versorgungsauftrag bekanntlich auch schießen und kämpfen können. Die 2./-, 3./- und 4./- vertieften ihre Schießfertigkeiten in verschiedenen Schießvorhaben und zeigten dabei gute Leistungen.
Umrahmt wurde die erste Woche vom Flugdienst mit unseren Aufklärungsdrohnen KZO, LUNA und ALADIN. Dabei wurde unsere 4./- nicht nur durch den Bataillonskommandeur bewertet, sondern auch durch den General Flugsicherheit, welcher in regelmäßigen Abständen die fliegenden Verbände aufsucht, um eine fachliche Dienstaufsicht durchzuführen. Diese Fachprüfung wurde durch unsere 4./- mit Bravour gemeistert und es wurde ein hervorragendes Ergebnis erzielt.
Zusätzlich nutzte die in Hamburg ansässige Führungsakademie der Bundeswehr unseren Übungsplatz, um den Lehrgang Generalstab/Admiralstab international (LGAI) im Bereich der Aufklärung und des Militärischen Nachrichtenwesens weiterzubilden. So besuchten uns insgesamt zwanzig internationale angehende Generalstabsoffiziere verschiedenster Länder. Neben Offizieren aus Pakistan, Jordanien, Argentinien, Litauen, der Ukraine und Estland waren auch viele afrikanischen Länder vertreten.
Das Wochenende wurde neben der technischen Instandhaltung des Materials auch zur Taktikweiterbildung durch den Bataillonskommandeur genutzt. Dabei bot sich die Nähe zur Oder und der polnischen Grenze an, die Weiterbildung im Bereich Taktik mit geschichtlichen Gegebenheiten zu verbinden. So stellte der Bataillonskommandeur beeindruckend dar, wie die sowjetische Armee 1945 die Oder überwand und welche Gegenwehr die Wehrmacht entgegenbringen konnte. Parallel dazu wurde in Peenemünde das V2 Museum besucht.
Die zweite Woche wurde zur vertiefenden Schießausbildung genutzt. Abgerundet wurde sie durch den Flugdienst mit den Drohnen LUNA und ALADIN.
Insgesamt stellte der Übungsplatzaufenthalt HOLSTEIN HUSAR I ein forderndes Übungsvorhaben dar, welches von allen Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons 6 überzeugend gemeistert wurde.
Im Oktober wird sich der Verband wieder auf dem Truppenübungsplatz JÄGERBRÜCK befinden. Diesmal im Zuge des Übungsvorhabens HOLSTEIN HUSAR II.
Maj Martin J.