Informationsbesuch
Kameradschaft beim Schießsportzentrum Kasseedorf
Am 25. März hatte die Kameradschaft außerhalb der
gewohnten Termine im Jahreskalender zu einem besonderen
Informationsbesuch eingeladen: Wir wollten und das Schießsportzentrum (SSZ) Kasseedorf ansehen, vor den Toren Eutins und vielen Ehemaligen bestens bekannt als die Standortschießanlage für den Standort Eutin. So traf sich dann eine kleine Gruppe Interessierter um 11.30Uhr bei echtem Kaiserwetter auf der Anlage, die zu den Modernsten
seiner Art in Deutschland gehört. Das SSZ gehört den drei Kreisjägerschaften Oldenburg, Eutin, Lübeck und dem
Landesjagdverband Schleswig-Holstein.
Nach der Begrüßung durch den 1. Sprecher der Kameradschaft übernahm dann auch gleich der Geschäftsführer, Herr Kummetz, und referierte zunächst über die Entwicklung der Anlage mit den zahlreichen Hürden bei der Planung, Finanzierung und dem Bau des Schieß-Sport-Zentrums.
Dann ging es in die Praxis:
Bei einem Rundgang über die gesamte Anlage wurden wir informiert über das breite Nutzungsangebot, die Auslastung und die Akzeptanz bei der umliegenden Bevölkerung. Bei dem Rundgang über das SSZ wurde die gewaltige Dimension der Umstrukturierung von einer militärischen Standortschießanlage in eine hochmoderne Schießanlage für sport- und jagdliches Schießen deutlich.
Wir wanderten vorbei an der Kurzwaffen-Duellanlage mit fünf Bahnen, weiter zu den Wurftaubenanlagen für das sehr anspruchsvolle Trap- und Skeetschießtraining für Jungjäger und alte Hasen.
Dieser Stand war von der Technik, der Dimension und Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten sicher der interessanteste Einblick. Nun fehlte noch der Blick auf die Anlage „laufender Keiler“ und zuletzt auf den kombinierten Langwaffenstand mit sieben 100m-Bahnen und sechs 270m-Bahnen, teils mit Seilzuganlagen, teils mit digitaler Anzeigetechnik für die Trefferaufnahme ausgestattet. „Die alte StOSchAnl ist nicht wiederzuerkennen und bietet hervorragende Trainingsmöglichkeiten“ war ein mehrfach zu hörender Kommentar.
Dann stand Mittagessen auf dem Plan.
Der „Jägerteller“ war die Zäsur zwischen Information und Schießpraxis: nach dem Essen folgte – wie beim Militär üblich – die Gruppeneinteilung, die Stationsreihenfolge, die Ausgabe der Laufzettel für die Ergebnisdokumentation, und los ging es. Der „laufende Keiler von rechts – Haltepunkt Zielvorderkante -Feuer“ wäre das militärische Feuerkommando, aber hier lief alles ruhig und zivil ab. Es galt: 5 Schuss stehend freihändig mit unbekannter Waffe auf ein bewegliches Ziel, eine schwierige Aufgabe. Danach Schießen mit dem Revolver, für die meisten auch eine neue Erfahrung und zum Schluss noch die Krönung:
5 Schuss liegend freihändig auf den Fuchs, 5 Schuss stehend angestrichen auf den Bock und 5 Schuss stehend freihändig auf das „Wackelschwein“ – wer da wohl wackelt!.
„Das war interessant und hat Spaß gemacht“ war die einhellige Meinung, und so sollte es auch sein.
Am Ende der Veranstaltung stand eine kleine Siegerehrung:
Sieger Revolverschießen: Herr Riegert und Herr Danielsen
– Beide 50 Ringe von 50!
Sieger laufender Keiler: Herr Riegert mit 39 von 50 Ringen
Sieger 3-Stellungsschießen: Herr Riegert mit 103 von 150 Ringen.
Gesamtsieger war Herr Winfried Riegert mit 192 Ringen!
Respekt und Anerkennung.
Geehrt wurde er mit einer Siegerurkunde, einer Flasche
„Jägermeister“ und der Ehre, den Titel „Jägermeister des Jahres“ tragen zu dürfen – zumindest am 25. März 2022.
Horrido und Waidmannsheil!
W. Hertz