Der Bus rollt wieder!

Jahresausflug der Kameradschaft nach Lauenburg und Lüneburg

Der letzte Jahresausflug hat uns 2019 an die Nordseeküste nach Husum geführt. Dann kam Corona und brachte eine Unterbrechung von zwei Jahren. Jetzt sollte es aber wieder losgehen und ich hatte gehofft, dass das Ziel – der Raum Lauenburg und Lüneburg – wieder an die 40 Teilnehmer wie vor der Pandemie locken würde. Dem war aber leider nicht so: es gab nur 25 Anmeldungen, knapp über der Rentabilitätsgrenze. Ob dies am erhöhten Reisepauschalpreis oder am Reiseziel lag oder an befürchteten Corona-Einschränkungen bleibt offen.
Mann sieht sich dasdie Statue der Rufer genau an.
„Der Rufer“ – „Charly“ - Günter Tschentke schaut genau hin

Das Ergebnis zählt.

Und so fuhren wir mit dieser ungewohnt kleinen Gruppe am 8. September los. Die größte Sorge war: kommen wir trocken durch den Tag? Zunächst sah es gut aus: bei leichter Bewölkung erreichten wir den Lösch- und Ladeplatz in Lauenburg, direkt an der Elbe, Zeit für einen kleinen Begrüßungsschluck als Startschuss für das geplante Programm. Gleichzeitig stieß unsere Stadtführerin, Frau Augustin, zu uns.

Die Stadtführung wurde mit so viel Fachwissen, Begeisterung und Liebe zum Detail zur Entstehung und Entwicklung der Schifferstadt Lauenburg erläutert, dass die geplante Zeit nur knapp eingehalten wurde.

Die Geschichten von Häusern, Kneipen und Geschäften, von Kirche und Handel, vom „Rufer“ und von Hochwasserpegeln und vielen Anekdoten wurde uns anschaulich nahegebracht. 

Alles im Trocknen und gut im Zeitplan. Kompliment an Frau Augustin!

Dann fing es aber doch an zu tröpfeln. Wir verlegten nach Lüneburg zum Mittagessen in das Standortcasino und bekamen dort ein leckeres Mittagessen in einem angenehmen Ambiente serviert. Hier stieß auch unser „Scout“ vom Aufklärungs-Lehrbataillon 3 für das Stadtgebiet
Lüneburg zu uns. Er sollte uns sicher durch die Stadt mit den vielen Baustellen und Umleitungen lotsen – und das war gut so. Nach dem Essen ging es gestärkt zunächst zum Museum Lüneburg, ein neues Haus, das die Themen “Geschichte erleben – Archäologie erforschen – Natur entdecken“ aufs Programmheft geschrieben hat. Jeder konnte seinen Schwerpunkt beim Gang durch das Museum selbst setzten.

Der vielstimmige Kommentar am Ende des Museumsbesuchs: Das kannte ich noch nicht – es war sehr interessant und vielseitig – man muss reichlich Zeit mitbringen – hier lohnt sich ein zweiter Besuch, auch bei Regen oder im Winter!

Weil es Bindfäden regnete, erreichten wir unser nächstes Ziel per Bus: das Lüneburger Rathaus, welches mit seinen in Jahrhunderten gewachsenen Bau und seiner kostbaren Ausstattung aus dem Mittelalter und der Renaissance zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Lüneburg zählt.

Nach so viel Geschichte und Kultur war als krönender Abschluss der Bedarf nach einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen groß. Per Pedes marschierten wir wenige hundert Meter durch den Regen in das „Café Zeitgeist“, um hier das Tagesprogramm entspannt und kulinarisch zu beschließen – nicht ohne auf dem Weg dorthin den mit missionarischem Eifer vorgetragenen Informationen von unserem „Scout“ zu lauschen, z.B.  welche Bedeutung hat die Stadtmarke auf den Lüneburger Kanaldeckeln? „Mons – der Berg, Pons – die Brücke, Fons – die Quelle“, die Namen der drei Ur-Siedlungen, die den Ursprung von Lüneburg bildeten. Der Abschluss im Café Zeitgeist war dann das willkommene
Sahnehäubchen auf einen interessanten, aber auch anstrengenden Tag, bevor wir uns wieder auf die Heimfahrt nach Eutin begaben.

Insgesamt ein schöner Tag.

Und im nächsten Jahr soll es dann in einem dritten Anlauf gelingen: eine Jahresfahrt in die Landeshauptstadt von Meck-Pom, nach Schwerin!

W. Hertz