Jahresversammlung der Kameradschaft

Rückblick, Weichenstellungen und ein Blick auf kommende Aufgaben

Laut Satzung der Kameradschaft hat jährlich eine Mitgliederversammlung – auch Generalversammlung genannt – stattzufinden, die in diesem Jahr für den 24. Juli 2025 anberaumt war. Zugegeben ein suboptimaler Termin, da einige Bundesländer bereits in den Sommerferien waren und einige wenige Mitglieder daher mit Hinweis auf „urlaubsbedingte Abwesenheit“ absagen mussten, aber der Termin lag zumindest vor dem Urlaubsbeginn von Schleswig – Holstein. Dennoch waren mit 31 stimmberechtigten Mitgliedern zwar wenige – aber immerhin genügend – Mitglieder anwesend, um eine ordnungsgemäße Generalversammlung abzuhalten.

Nach der Begrüßung durch den 1. Sprecher trug zuerst gemäß Tagesordnung Frau Major Mohrholz in Vertretung des Kommandeurs zur Lage des Bataillons und zu den bevorstehenden Herausforderungen vor. Ein Schwerpunkt stellte dabei der Große Zapfenstreich zu Ehren des scheidenden Stv. Inspekteur des Heeres, Herrn GenLt Marlow, dar – ein Schwerpunkt allein deshalb, weil nahezu das gesamte Bataillon gebunden sein wird und Formalausbildung im Alltag der Soldaten kaum eine Rolle mehr spielt. Auch darüber hinaus wird es keine Leerlaufzeiten geben: diverse Übungen, Einsätze im Kosovo und in Litauen, personelle Veränderungen auch auf Führungspositionen fordern immer wieder das Bataillon zu flexiblem Handeln. Es gibt viel zu tun. Auch lässt der „Wind of Change“ – die vielbeschworene Zeitenwende- vielerorts noch auf sich warten, bei der Erneuerung einsatzwichtigen Großgeräts, bei der Vollausstattung, bei der Infrastruktur. Aber es gibt Hoffnung auf Besserung.

An diese interessanten Einblicke schloss sich nahtlos der Vortrag des KasOffz, Herrn Hauptmann Weber an- ebenfalls Mitglied unserer Kameradschaft. Er gab uns einen Überblick über den Stand der Baumaßnahmen und über die mittel- und langfristigen infrastrukturellen Planungen und Entwicklungen. Es ist einiges in Bewegung!

Durch die neuen Gebäude haben sich auch neue Optionen zur Wiederbelebung der früheren Traditionsräume ergeben, jedoch mit neuen Vorzeichen und im Einklang mit dem Traditions-
erlasse der Bundeswehr. Hptm Weber erläuterte in seiner Funktion des Beauftragten für die neue militärgeschichtliche Sammlung (MGS) im Standort Eutin das Konzept für Struktur, Inhalt und Räume dieser MGS. Diese soll letztendlich sowohl der militärgeschichtlichen Aus- und Weiterbildung der Soldatinnen und Soldaten und des militärischen Führungsnachwuchses dienen und die Geschichte des Verbandes von den Wurzeln der Reiterei über die historischen Entwicklungen der Weltkriege bis zur modernen Heeresaufklärungstruppe mit dem AufklBtl 6 „Holstein“ abbilden. Gleichzeitig soll sie aber auch allen Besuchern, Gästen und interessierten Personen den militär- geschichtlichen Kontext des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ anschaulich darstellen. Ein spannendes Projekt, über das wir weiter berichten werden!

In der eigentlichen Jahresversammlung informierte der  1. Sprecher gemäß der Tagesordnung über die Entwicklungen der Kameradschaft, angelehnt an die Führungsgrundgebiete.

In aller Kürze:

Mitglieder:
Mitglieder Bestand 2024: 415
Austritte/ Todesfälle: – 11
Neumitglieder + 15
Mitglieder Bestand 2025: 419

Ehrungen mit d. Ehrennadel für langjährige Mitgliedschaft
Es wurden 6 Ehrennadeln Bronze (10 Jahre), 8 Ehrennadeln Silber (20 Jahre) und 6 Ehrennadeln Gold (30 Jahre) verliehen. Da niemand der geehrten Mitglieder anwesend war, wurden die Ehrungen nur bekannt gegeben und Nadeln mit Urkunde per Post zugestellt.

Aktivitäten
Es ist festzuhalten, dass die traditionellen Veranstaltungen der Begegnung, der Kontaktpflege, dem Gedankenaustausch sowie der Erinnerung dienen und von einem meist gleichen, stabilen Personenkreis von 25- 30 Personen genutzt wurde. An diesen Veranstaltungen wird auch in Zukunft festgehalten werden.

Des Schwerpunkt der Aktivitäten liegt unverändert auf

  • der Gestaltung und Ausgabe der Verbandszeitschrift
    „Der Aufklärer“
  • den Paketaktionen „Eutiner Soldaten im Einsatz“,
    heißt > 3 Monate Auslandseinsatz
  • Unterstützung in unverschuldeten Notlagen und auf
    besonderen Antrag

Finanzen
Besonders erfreulich stellten sich die Zahlen der Kassenlage dar: stabile Verhältnisse zeugen von wirtschaftlichem Handeln, vorausschauender Planung und präziser Buchführung. Dies gute Ergebnis sichert nicht nur einen stabil bleibenden Mitgliedsbeitrag, sondern ermöglicht auch die Finanzierung der o.a. Aktivitäten inklusive erweiterter satzungskonformer Optionen der Betreuung und Unterstützung. Verschärfter Dank an unseren Kassenwart Winfried Riegert.

Die Entlastung des Vorstandes wurde daraufhin einstimmig
beschlossen.


Wahlen

Auch die nachfolgenden Wahlen für den neuen Vorstand verliefen dank guter Vorbereitung und straffer Durchführung unter dem Kommando des Wahlleiters Manfred Rath zügig und komplikationslos mit nachfolgendem Ergebnis:

1. Sprecher: Oberstlt a.D. Walter Hertz bis 2026
2. Sprecher OStFw Michael Gendig bis 2027
Beisitzer OStFw a. D. Stephan Starck bis 2027
Beisitzer StUffz a.D. Thomas Schröder bis 2026
SchrFü Hptm a.D. Ralf Rönnau bis 2026
Kassenwart StFw a.D. Winfried Riegert bis 2027
Kassenprüfer Kathrin Pitzner bis 2026
Kassenprüfer Hermann Sott bis 2027

Die erste Amtshandlung des neuen Vorstandes war dann auch die Verabschiedung von Klaus-Dieter „Henry“ Vahl, der in zwei erioden mit insgesamt 24 Jahren als Beisitzer im Vorstand der Kameradschaft wesentlich den Weg der Kameradschaft nicht nur begleitet sondern wesentlich mitgestaltet hat.

Nach dem abschließenden Gruppenfoto vor dem alten Hotchkiss-Spähpanzer und der Oberst-Herrmann-Stele wechselten wir „zum letzten Akt“ vorbei an der neuen Festspiel-Seebühne zum Schloss, wo unser Mitglied Jens Kruse uns Kenntnisreich in viele Details der Schlossgeschichte und ihrer Bewohner und Besucher einwies – ein wahrlich geschichtsträchtiger Ort! Zum Abschluss unseres Jahrestreffens wechselten wir dann zum wohlverdienten Kaffee und Kuchen-Buffet ins neu gestaltete Schlosscafé und ließen den Tag in gemütlicher Atmosphäre mit Erinnerungen, Anekdoten und angeregten Gesprächen ausklingen.
Walter Hertz