Stimmen von Neumitgliedern

Auch im Jahr 2020 konnten wir trotz Corona-bedingter Einschränkungen neue Mitglieder in die Kameradschaft aufnehmen. Natürlich habe ich mit einem kurzen Anschreiben alle Neumitglieder begrüßt (hoffentlich habe ich niemanden vergessen). Gleichzeitig habe ich alle Neumitglieder gebeten, mir zwei zentrale Fragen zu beantworten:
1. Was hat Sie dazu bewogen, Mitglied in der Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ zu werden?
2. Was erwarten Sie von der Mitgliedschaft bei der Kameradschaft.
Hier nun exemplarisch vier Stimmen von Neumitgliedern, die für uns richtungsweisend sind.

Hauptfeldwebel Katrin Lindau

Meine Grundausbildung habe ich 2004 bei der 6. Kompanie / Panzeraufklärungslehrbataillon 3 in LÜNEBURG absolviert. Danach bin ich in den S1 Bereich beim Panzeraufklärungsbataillon 6 nach EUTIN versetzt worden. Dort war ich zunächst auch im S1 Bereich eingesetzt.
Später wechselte ich als Feldwebelanwärter in einen Feldnachrichtenzug und war dann auch als Feldnachrichtenfeldwebel in der 3. /Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ eingesetzt. In dieser Zeit durfte ich drei Auslandseinsätze mit meinen Kameraden bestreiten, zweimal KFOR (Balkan) und einmal Resolut Support (Afghanistan).
Aus privaten Gründen wurde ich ab dem 01.04.2019 nach
MUNSTER in die 1.Kompanie/OABtl 1 versetzt. Da die
OA-Bataillone aber zwischenzeitlich umstrukturiert wurden,
diene ich seit dem April 2020 in der 5. Kompanie/ AufklLBtl 3, LÜNEBURG.
Als gebürtige Eutinerin ist es mir ein persönliches Anliegen, die Verbindung in meine Heimat und vor allem zu meinem Heimatbataillon zu halten, da mich nicht nur Kameradschaft, sondern auch richtige Freundschaften mit dem Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ verbinden.

Katrin Lindau

Fahnenjunker Carl Friedrich Schnick

Im Jahre 2019 beendete ich mein Abitur in Brandenburg und verpflichtete mich zügig für 13 Jahre als Offizieranwärter. Das Militär und seine Strukturen begeisterten mich schon immer und ich bin froh, mich für diesen Weg entschieden zu haben. Im Zuge eines Truppenpraktikums durfte ich (dank Corona kürzer als gedacht) 8 Wochen im Aufklärungsbataillon 6 dienen. In dieser Zeit lernte ich unglaublich viel über die Truppengattung und den Beruf des Offiziers. Ich wurde herzlich aufgenommen und fühltemich dementsprechend willkommen. Ich hörte das erste Mal von der Kameradschaft Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“. Im Offizierskasino las ich den „Aufklärer“, welchen ich sehr interessant fand. Mein Kompaniechef, Herr Major Lotzin, legte mir nahe, mich doch für eine Mitgliedschaft zu bewerben, und ich sah darin nur Vorteile.

Ich erwarte durch meine Mitgliedschaft weiterhin auch über die anstehenden Laufbahnlehrgänge und das Studium hinaus den Kontakt zu den Aufklärern und besonders zum Bataillon zu halten.
Auch wenn ich bald mein Studium in Hamburg für die nächsten 4 Jahre beginne, hoffe ich doch, danach wieder nach Eutin und zu den 6ern zurückzukehren.

MilPfarrer Thomas Dietl

Kameradschaft – das ist eins der Worte, die ich in den letzten anderthalb Jahren, die ich in Eutin bei dem AufklBtl 6 „Holstein“ bin, neu verstanden habe. Ich habe mit Soldaten oft über Kameradschaft gesprochen, manchmal über Wünsche, die Kameradschaft untereinander zu stärken, manchmal über die Kameradschaft als Stütze in schwierigen Situationen. Das ist sicher etwas, was so nicht in jedem Beruf zu finden ist. Ich bin mit meinem Beruf immer weiter in die Welt der Bundeswehr hineingewachsen, auch wenn ich kein Soldat bin und damit im strengen Sinn nicht zu den Kameraden gehöre. Ich empfinde aber eine große Verbundenheit den Soldaten gegenüber, die ich in meinem Dienst begleite. Viele unterstützen mich dabei, immer wieder mittendrin zu sein, auf Übungen, bei Ausbildungen oder im Alltagsgeschäft. Darüber freue ich mich immer wieder.

Den Eintritt in die Kameradschaft verstehe ich als Ausdruck dieser Verbundenheit. Mein Wunsch ist, mit der Kameradschaft den Kontakt auch zu Ehemaligen und Freunden des Bataillons zu pflegen und meine Erwartung ist, dass ich dort auch auf die Offenheit stoße, mit der ich vom AufklBtl 6 „Holstein“ aufgenommen wurde.

OGefr d. Res Axel Langneff

Ich habe 1993/1994 zwölf Monate als Wehrpflichtiger in der PzAufklKp 70 im damals noch „Panzer“-Aufklärungsbataillon 6 als MKF TPz Fuchs gedient und bin bei DZE als OG d.R. entlassen worden. Meine Verbindung zum Bataillon begann aber schon viel früher, nämlich über die Patenschaft der 3./6 zu meiner Heimatgemeinde Lensahn. Insbesondere über gemeinsame Veranstaltungen der Gemeinde-Schützengilde mit der Patenkompanie habe ich das Bataillon und seine Soldaten kennengelernt. Auch nach meiner Wehrdienstzeit bestand immer noch, wenn auch loser Kontakt. Insbesondere nach Beginn der Auslandseinsätze habe ich es immer sehr geschätzt, im persönlichen Kontakt mit den Soldaten zu erfahren, wie ihre Sicht der Dinge dazu ist und welche Erfahrungen sie im Kosovo, in Afghanistan oder Mali und jetzt auch im Irak gemacht haben. Ich denke, gerade diese Patenschaften sind nach faktischem Aussetzen der Wehrpflicht für beide Seiten wichtig, um die Bundeswehr auch weiterhin in der Bevölkerung zu verankern. Ähnliches gilt m.E. auch für die Kameradschaft AufklBtl 6.

Darüber hinaus bin ich zwar seit vielen Jahren Mitglied im Reservistenverband, darüber hat sich aber nie eine engere Verbindung zum Bataillon ergeben. Ich würde mich freuen, in der Kameradschaft vielleicht den einen oder anderen Kameraden aus meiner kurzen aktiven Zeit wieder zu treffen, aber vor allem auch das Bataillon zu unterstützen und wieder etwas mehr Fühlung aufzunehmen und ich freue mich auf die neuen Eindrücke und Bekanntschaften.