Tag der Werte
Militärhistorische Geländebesprechung mit den Offizieren des Bataillons im Rahmen des TrÜbPl-Aufenthalts JÄGERBRÜCK
Absicht des Kommandeurs war es, den Übungsplatzaufenthalt in JÄGERBRÜCK mit dem „Tag der Werte“ zu verbinden und für eine militärhistorische Geländebesprechung mit den Offizieren des Bataillons an mehreren Besprechungspunkten an der ODER zu nutzen. Dabei sollte an ausgewählten Punkten insbesondere auf den Sprung der Sowjetarmee über die ODER im 2. Weltkrieg eingegangen werden.
Der Tag sollte aber auch so gestaltet werden, dass es den Offizieren ermöglicht wird, sich erlebnisorientiert mit den befohlenen Themen „Bundeswehrgemeinsames Selbstverständnis – Motor unserer Zeitenwende“ sowie „80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Ende des zweiten Weltkrieges“ auseinanderzusetzen.
Dazu wurde in Vorbereitung des Tages, ein kleiner Erkundungstrupp, bestehend aus Hptm Kakuschky, StFw Scholz und StFw Thießen gebildet. Der Auftrag bestand in der Erkundung von Geländepunkten an der ODER in Richtung Westen, im Raum GARTZ – LÖCKNITZ – PASEWALK, um den Verlauf dieser Kriegstage auch folgerichtig im Gelände ansprechen zu können. Die theoretischen / geschichtlichen Unterlagen wurden durch den Kommandeur und OTL Treuschel erarbeitet. Ohne diese wichtige Vorarbeit hätte dieser Tag nicht erfolgreich in dieser Form durchgeführt werden können. Ein besonderer Dank gebührt an dieser Stelle vor allem OTL Treuschel, der leider am TrÜbPl nicht teilnehmen konnte.
Besonders wichtig war es, Punkte zu erkunden, von denen aus es auch heute noch möglich, Bilder von den damaligen Ereignissen in den Köpfen der teilnehmenden Offiziere zu erzeugen und Vorstellungen davon zu bekommen, welche Anforderungen an die Truppenführer der damaligen Zeit gestellt waren. Dazu hier einige beispielhafte Fragestellungen, die durch den Kommandeur lebendig und plakativ erläutert wurden:
Wie kann ein Brückenkopf gebildet werden? Welche Voraussetzungen sind dazu erforderlich? Welcher Kräfteansatz zu Verteidigung und dem Halten von Geländeabschnitten an großen Fließgewässern sind zwingend erforderlich?
Wie kann das Gelände in der Tiefe des Raumes zum Halten und Verzögern genutzt werden?
Wie kann der Hinderniswert der Flüsse RANDOW und ÜCKER für die eigene Verteidigung genutzt werden? Fragen, die alle Vorgesetzten jeder Ebene im Gefecht in der Verantwortung für Auftrag, Mensch und Material be- und verantworten muss- damals wie heute.
Es wurden 5 Punkte als Ergebnis der Erkundung ausgewählt, an denen die Teilnehmer entsprechend durch den Kommandeur unterrichtet und eingewiesen wurden. Natürlich stand auch ein geneinsames Mittagessen auf dem Programm. Auch dabei tauschten sich alle Teilnehmer unter dem Eindruck der Bilder in der anderen Atmosphäre noch intensiv und angeregt weiter aus.
Es gab durch die Teilnehmer ein rundum gutes Feedback, auch, weil man bei einer Veranstaltung mal „unter sich“ war und es eine Ausbildung vor allem für UNS war.
Ich bedanke mich hier auch an meinen kleinen Spähtrupp, der mich in der Vorbereitung toll unterstützt hat, um meinen „goldenen „ TrÜbPl-Aufenthalt als Reservedienstleistender in guter Erinnerung zu behalten.
Hptm Bernd K.