Volkstrauertag

Das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ gedachte auch in diesem Jahr der Opfer von Krieg und Gewalt in der Rettberg-Kaserne, gemeinsam mit Vertretern der Kameradschaft, der ehemaligen Heimatschutzbrigade 51 und der Marinekameradschaft.

Aufgrund der Größenbeschränkungen der Veranstaltungen wurden die militärischen Teilnehmer, bis auf den Glockenschläger, komplett durch junge Offizier- und Reserveoffizieranwärter gestellt. Für sie gehört die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag seit je her zur Prägung des Berufsbildes „Offizier“ dazu.
Der Kommandeur, OTL Aust, erinnerte in seiner Ansprache u. A. an die vielen aktuellen Konflikte und Kriege in der Welt. Er unterstrich damit die Aktualität und Notwendigkeit solcher Veranstaltungen zum Gedenken aller Opfer von Krieg und Gewalt.
Im Anschluss spannte unser Militärpfarrer Dietl einen Bogen vom manchmal schwierigen Frieden in der Familie zum vielleicht utopischen Frieden in der Welt – und dass es aller Mühen wert ist, dafür zu arbeiten und zu kämpfen. Auch die Soldaten des Bataillons leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Es folgte das Verlesen aller Namen der im Dienst verstorbenen

Bataillonsangehörigen durch einen Reserveoffizier-Anwärter sowie das Schlagen der Bataillonsglocke durch einen Feldwebelanwärter. Mit dem „Lied vom guten Kameraden“ verneigten sich alle Teilnehmer vor den Toten.
Abschließend wurden die Kränze des Bataillons und der Kameradschaft sowie die Blumengestecke mit einem begleitenden Trommelwirbel an den Gedenksteinen niedergelegt.
Für alle Gäste, die wegen der zahlenmäßigen Beschränkung nicht teilnehmen konnten, gab es im Anschluss die Möglichkeit des persönlichen Gedenkens am Ehrenmal der Rettberg-Kaserne.

L Kohfink

Stilles Gedenken am Volkstrauertag in der Patengemeinde Schönwalde

Mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Schönwalde haben der Bürgermeister von Schönwalde Winfried Saak und Major Felix Christoph Lotzin, Kompaniechef der 2. Kompanie des Aufklärungsbataillon 6 in EUTIN, den Volkstrauertag eingeläutet.

Vergangenes Jahr konnte der Volkstrauertag in Schönwalde mit der Einweihung des neuen Gedenkortes der Kirchengemeinde in großer Zahl begangen werden. Über 300 Menschen waren
zusammengekommen, um der Opfer von Krieg, Gewalt und
Vertreibung zu gedenken. Pandemiebedingt fand die Veranstaltung dieses Jahr im kleinen Kreise statt.
Die geladenen Gäste verharrten in stillem Gedenken um den Toten ihren Respekt zu erweisen. Im Anschluss lud die Kirchengemeinde von Schönwalde zum Gottesdienst ein und bot einen würdigen Rahmen um im Stillen zu gedenken.

Nicht nur die vergangenen zwei großen Kriege haben Tod und Verwundung hervorgebracht, seit Gründung der Bundeswehr sind rund 3.300 Männer und Frauen im Dienst gestorben oder getötet worden, 114 davon im Ausland.

H Zigelski

Soldaten der 2. Kp legen einen Kranz am Ehrenmal in Schönwalde nieder

Im Gedenken an die Kriegstoten – Kranzniederlegung zum Volkstrauertag in Lensahn

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Fünf Jahre später richtete der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“, der sich 1919 zum Gedenken an das Leid des Ersten Weltkrieges gegründet hatte und dessen Idee die Nationalsozialisten zum „Heldengedenktag“ pervertiert hatten, erstmals wieder eine zentrale Gedenkfeier aus.

Wegen der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr auf die übliche Gedenkveranstaltung verzichtet. Tagesaktuell wurde im Vorfeld die Veranstaltung den Rahmenbedingungen angepasst. So musste nur wenige Tage vorher die Teilnehmerzahl der Kompanie auf 2 reduziert werden, es konnten nur der KpChef und der KpFw teilnehmen.
Zusammen mit Pastor Hillmann feierten ca. 45 Personen den Gottesdienst, der auf dem Friedhof in Lensahn unter freiem Himmel stattfand. In der Ansprache erinnerte Pastor Hillmann an die Abermillionen Opfer des verheerendsten aller Kriege, an die Toten, aber auch an diejenigen, die Verletzungen an Körper und Seele erlitten, die Angehörige und Freunde verloren, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Besonders wurde nochmal an die 29 sowjetischen und polnischen Säuglinge von Zwangsarbeiterinnen aus der Gemeinde Lensahn gedacht, deren Tod in den letzten Kriegsjahren billigend in Kauf genommen wurde. Auch die Geschichte von Generalfeldmarschall Fedor von Bock wurde aufgegriffen um nochmal zu verdeutlichen, dass Opfer und Aggressor am Ende in derselben Erde liegen.
Im Anschluss wurde der Kranz der 3./ Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ im „kleinen Kreis“ bei den Soldatengräbern niedergelegt. Gemeinde- und Kirchenvertreter sowie Major Lübke und Oberstabsfeldwebel Hadeler gingen dann zum Kriegerdenkmal im Ortskern um der Kranzniederlegung der Gemeinde beizuwohnen.

Volkstrauertag in Lensahn

Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Die Temperaturen rutschen in den Keller, die Tage werden kürzer und die Blätter rieseln wieder in den schönsten Farben von den Bäumen. In dieser rauen, aber auch gemütlichen Zeit beginnt meist die Phase der Besinnlichkeit und des Innehaltens.

Mit dem festen Willen, die Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft wachzuhalten, Verständigung, Versöhnung und Frieden unter den Menschen und Völkern zu fördern und für Freiheit und Demokratie einzutreten, hat sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf der Grundlage seiner Satzung dieses Leitbild gegeben.
Zwischen Erinnerung, Mahnung und dem Ziel die Demokratie zu stärken, ist es für die 3./ Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ ein angemessener Anlass die Partnerschaft mit der Gemeinde Lensahn zu vertiefen.

Volkstrauertag in Lensahn

Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Lensahn durchgeführt. Aufgrund der vorherrschenden Lage in Bezug auf die Corona-Pandemie, stand die diesjährige Sammlung, allerdings unter anderen Vorzeichen. Es mussten vermehrte Absprachen hinsichtlich der Sammlung getroffen werden und auch das Hygienekonzept wurde tagesaktuell an die gegenwärtige Lage angepasst, so dass es zwar nicht wie gewohnt zu einer Haussammlung kam, aber die Bürger trotzdem die Chance hatten an festgelegten Orten ihre Spende zu entrichten.

Die Soldaten der 3. Kompanie wurden herzlichst durch Frau Rathje sowie dem Bürgermeister von Lensahn, Herrn Winter, im Empfang genommen und gestärkt in die Sammlung entlassen.

Hierbei kam es wie die Jahre zuvor immer auch zu einem Austausch zwischen den Soldaten und den Menschen aus der Bevölkerung. Trotz der vorherrschenden Situation, oder vielleicht auch gerade wegen dieser, war die Spendenbereitschaft innerhalb der Patengemeinde ungebrochen. Man merkt, dass die Menschen in schwierigen Zeiten weiter zusammenrücken. Gerade die angeregten Diskussionen über die Veränderung in der Bundeswehr, die Betrachtung der Auslandseinsätze, wie auch die Erfahrungen der Bürger waren gewinnbringend für alle beteiligten.

Abschließend möchte ich den Dank insbesondere an die Patengemeinde Lensahn richten. Es ist wirklich gut, so einen engagierten und verlässlichen Partner an seiner Seite zu Wissen, die uns immer wieder uneigennützig und selbstlos unterstützen. Auf eine erneute erfolgreiche Sammlung im Jahre 2021, dann hoffentlich wieder mit einer spannenden Haussammlung.

Die Soldaten der 3. Kompanie

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und findet seit 1952 immer zwei Wochen vor dem ersten Advent statt. Der Gedenktag ist nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt worden, um die Opfer des Krieges zu betrauern und die Solidarität mit den Hinter- bliebenen zu stärken. Organisiert wird der Volkstrauertag vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der sich für ein angemessenes Gedenken an die Toten des Krieges einsetzt. So kümmert sich der Verein um die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland und birgt die Überreste getöteter Soldaten von früheren Schlachtfeldern. Die Bundeswehr unterstützt seitdem den Volksbund, viele Bundeswehrangehörige beteiligen sich an der Vereinsarbeit.

Vorsitzender ist Ex-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan